Naherlolung und Wandern

Naherholungszone rund um die Mühle

Nebst unserem schönen Umschwung mit Gartenrestaurant, möchten wir sie auch auf die Ruinenwege in Kradolf-Schönenberg aufmerksam machen. Von Burg zu Burg, getreu dem Motto vor der Stärkung frische Luft mit einem Hauch Geschichte zu schnappen.

 

Ruine Anwil

Drei mittelalterliche Burgen lagen einst auf dem heutigen Gebiet der Gemeinde Kradolf-Schönenberg, die auf steilen Hügelkuppen die Landschaft beherrschten. Mitte des 13. Jahrhunderts muss bei Buhwil bereits eine solche Wehranlage gestanden haben, die verschiedene Bauphasen erlebte und anfangs des 15. Jahrhunderts teilweise zerstört wurde. Eine archeologische Sondierung 1984 legte zwei Zisternen frei. Heute ist ein Teil des markanten Turms sichtbar, wie auch der einstige Burggraben im Westen. Ein befestigter Weg führt von der Haupstrasse zum Burghügel hoch, wo eine Infotafel Auskunft gibt über die Geschichte der Anlage.

 

Ruine Heubärg

Geheimnisvoll gibt sich diese im Wald liegende Ruine, über deren Geschichte man kaum etwas weiss, ihr heutiger Name ist der Flurname dieses Hügels. Wie bei Anwil gab es auch an dieser Stelle Funde aus der Bronzezeit.  Heute noch sichtbar sind die Mauerreste der trapezförmigen Anlage, von der aus einst Blickkontakt zur Burg Schönenberg (Ruine Last) möglich war. Während die Ruinen Anwil und Last in den letzten Jahren sanft sarniert wurden, steht das der Heubärg noch bevor.

 

Ruine Last

Bereits 1159 wird das „castro Sconenberc“ in Urkunden erwähnt., hier hielten sich Dienstleute des Bischofs von Konstanz auf. Die Herren von Schönenberg konnten die Burg bis mitte des 14. Jahrhunderts halten, aus finanziellen Gründen mussten sie diese aber an den Bischof zurückgeben. Nicht mehr bewohnt zerfiel die Burg zusehends.
Vom benachbarten Hof erhilt die Ruine nun den Namen Last. 1804 gelangte sie in den Besitz des jungen Staates Thurgau. 1960 konnte sie die Gmeinde Kradolf-Schönenberg von Privaten erwerben und ist dank dem Einsatz von Freiwilligen von 1974 bis 1983 saniert worden. Zuvor jedoch wurde sie archäologisch untersucht. Auch hier ist der mächtige Wohnturm noch sichtbar, welcher aus dem 13. Jahrhundert stammen dürfte. Das oberste Stockwerk, ein auskragender Holzbau ist nicht erhalten geblieben. Eine Infotafel gibt einen kurzen Abriss von der Geschichte der einstigen Burganlage.

Ruinenweg